Luise Amtsberg ist neue Menschenrechtskommissarin


Berlin (dpa) – Die neue Beauftragte der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und humanitäre Hilfe Luise Amtsberg sieht das internationale Engagement vor großen Herausforderungen. „Menschenrechtsverletzungen sind in vielen Teilen der Welt an der Tagesordnung. Die anhaltende Covid-19-Pandemie hat die seit vielen Jahrzehnten bestehenden Ungleichheiten weiter verschärft und vor allem Autokratien einen willkommenen Vorwand geboten, die Grundrechte dauerhaft einzuschränken“, sagte die Grünen-Politikerin am Mittwoch nach ihrer Ernennung durch das Bundeskabinett.

In ihrer neuen Position wird sie sich entschlossen für die Menschenrechte einsetzen, wobei der Schutz von Menschenrechtsverteidigern ein vorrangiges Ziel ist. Sie fügte hinzu, dass es wichtig sei, mit Partnern zusammenzuarbeiten, um insbesondere die erwartete humanitäre Hilfe voranzutreiben. “Es bedeutet, Maßnahmen zu ergreifen, bevor Überschwemmungen, Dürren oder Stürme die Lebensgrundlagen der Menschen zerstören”, sagte Amtsberg. Sie wird sich in ihrer politischen Arbeit von einer „feministischen Außenpolitik“ leiten lassen. “Dazu gehört der Schutz von Frauen, Mädchen und Randgruppen ebenso wie die Stärkung der Rolle von Frauen in der Außenpolitik”, sagte Amtsberg. Ihr Amt sieht sie als Schnittstelle zwischen Zivilgesellschaft, Parlament und Bundesregierung.

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